Regeln
Bei Giftstaub handelt es sich um ein Du-kannst-was-du-darstellen-kannst System (DKWDDK abgekürzt). Es werden also keine Punkte für Fähigkeiten ausgegeben, sondern jeder Charakter kann die Fertigkeiten besitzen zu deren Darstellung der Spieler in der Lage ist. Da unser Regelwerk auf Punktebeschränkungen verzichtet, ist es möglich von Anfang an ziemliche „Alleskönner“ zu spielen. Es liegt bei jedem Spieler zu beurteilen, wie glaubhaft er einen solchen Charakter darstellen kann

Bei dem folgenden Teil handelt es sich um allgemein gültige Regeln. Die Kampfregeln und Sicherheitsbestimmungen sind für jede Giftstaub-Veranstaltung bindent. Regelverstöße können zum Ausschluss des Spielers führen.

- Die Spielleitung hat bei allen Entscheidungen immer das letzte Wort.
- Das höchste Gebot ist die Sicherheit im Spiel.
- Out-und Intime müssen klar getrennt werden.

Sicherheitsbestimmungen
Bei einer bewussten Verletzung der Sicherheitsregeln wird der betreffende Spieler sofort vom Spiel ausgeschlossen!

- Zum Kämpfen werden ausschließlich Wasserpistolen, NERF-Guns und geprüfte Polsterwaffen verwendet.
- Beim Kampf mit Polsterwaffen sind Hals und Kopftreffer verboten und verursachen regeltechnisch keinen Schaden.
- Waffenlose Kämpfe (so genannte InFights) sind nur unter bestimmten Umständen und in Rücksprache mit der Spielleitung erlaubt.
- Schlagen, Kratzen, Treten oder Beißen ist zu jeder Zeit VERBOTEN!
-Jeder Spieler hat das Recht das Spiel sofort zu stoppen, wenn er oder ein anderer in ernsthafte Gefahr gerät (Nasenbein gebrochen, Brille heruntergefallen, gestürzt...). Ein gebrülltes „STOP“ ist das Signal an alle das Spiel zu unterbrechen und an Ort und Stelle zu bleiben, bis die Situation geklärt ist, und mit „SPIEL WEITER“/ „TIME IN“ zum Weiterspielen gerufen wird.
- Jeder der einem anderen etwas einflößen möchte, muss sich vorher nach etwaigen Allergien bei dem Spieler oder der SL erkundigen.
- Die SL ist über Einzelaktionen, wie zum Beispiel Geländeerkundung zu informieren
- Gefährliche Situationen für sich und andere sind unter allen Umständen zu vermeiden!

= Kampfregeln =
„Waffen“ die während der Veranstaltung getragen werden, müssen den allgemeinen Sicherheitsbestimmungen entsprechen. Die Spielleitung behält sich vor, die Waffen vor Veranstaltungsbeginn auf ihre Sicherheit zu prüfen. Jeder Spieler ist für seine Ausrüstung eigenverantwortlich. Im Falle von Nahkampfwaffen muss es sich um gepolsterte Schaumstoffgegenstände handeln. Blankwaffen sind nicht zulässig. Fernkampfwaffen wie Bögen und Armbrüste, sowie die verwendeten Pfeile/Bolzen müssen den allgemeinen LARP-Richtlinien entsprechen. Gezielte Schüsse mit Bögen/Armbrüsten auf den Kopf sind ausdrücklich verboten! Andere Fernkampfwaffen wie Schaumstoff-Dart-Waffen dürfen nur mit unmodifizierter Schussstärke verwendet werden.

= Verletzungen =
Giftstaub verzichtet auf ein Lebenspunktesystem. Verletzungen werden je nach verursachender Waffe ausgespielt (Schnitte, Prellungen, Brüche, Platzwunden etc.). Rüstung kann nach Ermessen des Gesunden Menschenverstandes teilweise Schutz bieten. Im Falle von Projektilwaffen ist davon auszugehen, das Bolzen und Pfeile an der getroffenen Stelle stecken bleiben. Pistolen und Gewehre können je nach Distanz Durchschüsse erzeugen. Strahlenwaffen (durch Wasserpistolen dargestellt) erzeugen immer Durchschüsse. Es ist zu bedenken, das der Wundkanal in einem solchen Fall automatisch als kautarisiert zählt.
Unbehandelte Verletzungen führen nach einigen Stunden automatisch zu Wundbrand.

= Meucheln =
Verletzungen, die im Spiel als Schnitte am Hals oder als Stiche in Herz, Niere oder andere vitale Organe dargestellt werden, dürfen ausschließlich mit kernlosen Polsterwaffen angedeutet werden. Es ist dabei besondere Umsicht geboten!
Spieltechnisch gelten solche zugefügten Verletzungen ohne die sofortige Behandlung eines Arztes oder Experten als fast sofort tödlich.

= Tödliche Verletzungen =
Niemand verlangt das ein Spieler eine vollständige medizinische Qualifikation besitzt. Auch hier gilt: Du kannst was du ausspielen kannst. Auf einige besondere Verletzungen soll dennoch kurz eingegangen werden. Ein Stich ins Herz ist in aller Regel sofort tödlich und nicht zu behandeln. Auf der anderen Seite ist es auch schwierig das Herz zu treffen. Verletzungen einer Halsschlagader sind etwa 5 Minuten zu überleben. Im Falle einer Verletzung der Nieren muss die beschädigte Niere entnommen und die Blutzufuhr gestoppt werden. Das Opfer kann bis zu 15 Minuten überleben. Lungen- und Leberverletzungen führen nach etwa 30 Minuten zum Tod.
Da diese Verletzungen mit extremen Schmerzen einhergehen ist es sehr wahrscheinlich, das das Opfer schon nach wenigen Augenblicken ohnmächtig wird. Nur Ärzte und Experten können im Falle solcher Verletzungen helfen.

Indoor – Veranstaltungen
Für Veranstaltungen die in geschlossenen Räumlichkeiten stattfinden (z.B. "Der Schwarze Engel") gelten bis auf zwei Ausnahmen die gleichen Regelungen, wie für Veranstaltungen im Freien.

1) Fernkampfwaffen wie Bögen und Armbrüste dürfen nur ohne Bolzen oder Pfeile mitgeführt werden. Andere Fernkampfwaffen wie Zündplätzchenwaffen, Softairwaffen oder ähnliches sind nur ohne Geschosse/Zündplätzchen gestattet. Im Falle von Feuerwaffen wird der Beschuss nur angesagt (ein möglichst laut gerufenes „Feuer“ zeigt an, dass die Waffe abgefeuert wurde). Durch die engen Räumlichkeiten bedingt, wird immer von einem Treffer ausgegangen. Es liegt bei dem Getroffenen die Verletzung passend auszuspielen.
Der Beschuss mit Ansage ermöglicht es Spielern improvisierte Feuerwaffen mit sich zu führen, die normalerweise nicht schießen könnten. (z.B. Staubsaugerrohr mit Griff und Abzug) Diese Art Waffen müssen so gebaut sein, dass sie eindeutig als Feuerwaffen wahrgenommen werden können.
Ausnahme bilden Schaumstoff-Dart-Waffen. Diese müssen Munition beinhalten, um abgefeuert zu werden. Die Trefferzonenbestimmung erfolgt in diesem Fall über Sicht. Verschossene Projektile dürfen nicht eingesammelt und erneut verwendet werden. Die Spielleitung behält sich vor die vorhandene Munition zu beschränken. Gute Richtlinie ist maximal ein halbes Magazin pro Spieler (nicht pro Waffe).

2) Im Falle angemieteter Lokalitäten sind Nahkämpfe grundsätzlich verboten. Ausnahmen werden von der Spielleitung vor Ort bekannt gegeben.