Die Welt danach
Aktuelle Ereignisse und Rückblicke zu den Geschenissen der letzten Zeit finden sich in unserem Forum.

Wir wissen nicht genau welches Jahr wir schreiben oder wie lange es her ist, das die Menschen die Apokalypse heraufbeschworen. Wir wissen auch nicht in welchem Jahr das Klima kollabierte oder wann die letzte große Seuche Milliarden Menschen und Tiere dahinraffte. Legenden berichten das schon dreihundert Jahre vergangen sein sollen, seit gewaltige Atomschläge ganze Länder ausradierten, und Teile der Hydrosphäre ins All rissen. Ob die SuperGAUe der ungewarteten AKWs davor oder danach das Land verstrahlten, ist nicht mehr von Bedeutung. Wenn die brennende Sonne die gewaltigen Ölseen in den toten Steppen des ehemaligen Sibiriens entzündet, und der Himmel monatelang Qualm verhangen ist, fragt niemand mehr, wann die Pipelines begannen auszulaufen. Manche Schriften berichten, das der letzte Krieg nur das endgültige Ende beschleunigte. Zuviel Gift hätte die Umwelt zerstört und durch den Raubbau der Menschen sei die Erde bereits kein lebenswerter Ort mehr gewesen.
Die meisten bekannten, geographischen Orientierungspunkte sind vom Antlitz der Erde verschwunden oder auf ewig verzerrt und wo einst riesige Meere waren, sind zerklüftete Wüsten geblieben. Die Menschheit ist nur noch ihr eigener Schatten. Die letzten großen Kulturzentren sind die “Fünf Starken”. Dies sind Städte, die aus den Trümmern gewesener Kulturen entstanden sind, und nun Volk aus der ganzen Welt anziehen.
Außerhalb dieser Städte existieren nur kleinere Dörfer und Kommunen. Meist haben sich Menschen in der Nähe alter Bunker angesiedelt, aber manchmal findet man auch autarke Siedlungen tief in der verseuchten Wildnis, die vor den Plünderungen umherirrender Mutantenrudeln und der Horde zittern. Die Gelegenheit ist günstig für falsche Propheten und machtgierige Händler. Söldnertrupps streifen durch das Land auf der Suche nach Herausforderungen und Sammler kriechen wie Maden durch die Innereien der Erde. Das Leben ist hart und die Natur erholt sich nur langsam von ihren schweren Wunden. Tief in ihrem Schoß schlummern noch immer die Zeugnisse vergangener Tage, die den mutigen Finder mit Wissen und Macht belohnen. Doch auch die Geißeln der Menschen, unterirdische Kampfmittellabors und längst vergessene Abschussrampe,n ruhen hier und den allzu Beherzten erwartet nicht selten ein grausames Ende.
Viel ist den Menschen nicht geblieben, doch die Zeiten ändern sich. Organisationen, welche die Krisen überstanden haben oder nun aus dem Schatten der Apokalypse treten, beginnen ihre Macht zu vergrößern. Erste Produktionsanlagen werden wieder in Betrieb genommen und rostige Pumpanlagen fördern erneut Wasser aus den Tiefen der Erde. Die Schlacht um das nackte Überleben ist vorbei – der Kampf um die Reste der Welt hat begonnen.

Willkommen in der Welt von Giftstaub.

= Reisen =
Die meisten Distanzen werden zu Fuß zurückgelegt. Generell ist ein einzelner Reisender schneller, als ein Karren. Die Entfernungen werden dennoch in Tagesreisen angegeben. Eine Tagesreise entspricht etwa 25km. Dies spiegelt die Schwierigkeit wieder sich in einer lebensfeindlichen Umwelt, wie der unseren zu bewegen.
Die gängigen Transportmittel sind Ochsen-karren. Pferde und ähnliche Reittiere sind extrem selten, und auf Treibstoffbasierte Gefährte muss man ganz verzichten. Gerüchteweise gibt es Landläufer, die Segel betriebene Landfahrzeuge nutzen, irgendwo noch funktionstüchtige Fahrzeuge gefunden haben oder verrückte Bastler die mit qualmenden Maschinen über Land reisen. Doch diese sind extrem selten und ihr Auftauchen immer eine Besonderheit bei der ansässigen Bevölkerung.

= Währung =
Selbstverständlich dominiert der Tauschhandel, aber die meisten Bewohner der Weiten Landegreifen trotzdem auf eine Art Geld zurück: platt geschlagene Kronkorken.
Es liegt auf der Hand, dass diese „Währung“ nicht für größere Transaktionen gedacht ist. Vielmehr erleichtert sie den Tauschhandel bei kleineren Geschäften: Übernachtungen, Nahrungsmittel, Liebesdienste, Zigaretten, kleine Gefälligkeiten, häufig vorkommende Ersatzteile etc. Kronkorken werden oft beim Glücksspiel eingesetzt, da ihr Wert einheitlicher zu schätzen ist, als Tauschwaren. Die logische Obergrenze für Transaktionen liegt bei etwa 50 Kronkorken.
Angebot und Nachfrage spielt in diesen Zeiten eine entscheidende Rolle. In der Nähe größerer Siedlungszentren sind Zigaretten, Alkohol und selbst Munition vergleichsweise günstig zu erwerben, doch schon wenige Tagesreisen entfernt können sich die Preise drastisch erhöhen.
Es folgt eine Liste mit durchschnittlichen „Preisen“ für die Regionen in der Nähe größerer Siedlungszentren.

- Getränke (z.B. Wasser 4 KK, Bier 2 KK) 3 KK
- Essen 5 KK
- Zigaretten (einzeln) 2 KK
- "Drogen" 6 - 15 KK
- 1 Schuss Munition (Schrot, Slug, "Zivil") 10 KK
- 1 Schuss Munition ("Militärisch" z.B. Streamline) 20 KK
- Informationen und "Dienstleistungen" 5 - 10 KK
- alltäglich benötigte Ersatzteile (Nägel, Federn, Draht...) 5 KK
- einfache Nahkampfwaffen (Messer, Keulen...) minimal 10 KK
- selbstgebaute Vorderlader und Zivilwaffen in schlechtem Zustand minimal 50 KK
- andere Waffen sind in erster Linie Tauschwaren

= Lohn und Brot =
Ein nicht unerheblicher Teil der Menschen verdient sich seinen Lebensunterhalt als Leibwächter, Karawanenwache oder allgemein als Söldner. Es gibt aber auch Viehtreiber, Bauern und andere Tagelöhner. Gehalt wird meist mit Kost und Logis vergütet. Manchmal (und besonders bei Söldnern) kommt ein Tagegeld zur freien Verfügung dazu. 2 - 8 KK sind dabei der Durchschnitt. Die Gesamtsumme ergibt sich vor allem aus der Auftragsdauer und wird nicht selten in Warenwert ausgezahlt. Im Falle von Kampfaufträgen (z.B. Schutz) wird vom Auftraggeber häufig die verbrauchte Munition und manchmal auch die Reparatur der Ausrüstung gestellt.

= Gefahren =
In den Weiten Landen und darüber hinaus lauern mannigfache Gefahren.

„Sieht vage menschlich aus…“
Auch wenn die meisten Landläufer über kurz oder lang ein wenig mutieren, so gibt es doch auch extremere Fälle, denn nicht alle Menschen leben in den relativ geschützten Gebieten der großen Siedlungen und jene, welche ihr karges Leben in den Öden bestreiten müssen, ähneln häufig mehr Tieren, als wirklichen Menschen. Diese bedauernswerten Geschöpfe sind meist nur noch Instinkt gesteuert und von ihren Trieben geleitet. Sie kämpfen einzig für ihr Überleben.

„Geld oder Leben… Ach was. Ich nehm beides!“
Umherstreifende Söldnertrupps, Schlägerbanden und ähnlich zwielichtige Gestalten machen den Menschen das Leben noch schwerer, als es schon ohne machthungrige, brutale Plünderer ist. Sie ziehen brandschatzend durch das Land und hinterlassen oft nur Tot und Zerstörung. Allein die organisierten Einheiten der Armee von Juno und der Söldnergilde (wenn sie bezahlt wird) haben die Stärke und das Interesse diesen Plünderertrupps die Stirn zu bieten.

„Bist du die gute Miezie?“
Wie die Menschen sind auch Flora und Fauna von starken Umweltbelastungen und Mutagenen beeinflusst. Da die meisten höheren Raubtiere wie Bären und Wölfe ausgestorben sind bzw. ausgerottet wurden, ersetzen nun „Superpredatoren“ die freigewordene ökologische Nische. In diesen Bereich fallen Makroformen und Mutationen aller existierenden Tiere und Pflanzen. Wanderer können sich also durchaus mit Riesenratten, Killerameisen oder Menschenfressenden Pflanzen konfrontiert sehen.

Folgende Tiere sind ausgestorben oder sehr selten:
Flugfähige Vögel, Säugetiere über die Größe eines Hundes (Ausnahme bilden Menschen und domestizierte Tiere, wie Kühe, Ziegen, Hunde usw.), Pferde (separat, weil domestiziert, aber trotzdem ausgestorben), Fische (es kann Domänen geben, wo noch Fische oder Fischartige Tiere vorkommen)

„In Deckung! Da kommt ganz viel Wetter!“
Die starke Zerstörung der Umwelt und die zahlreichen Klimaveränderungen haben dazu geführt, dass viele meteorologische Phänomene weit dramatischer ausfallen können, als heute. Sand- und Staubstürme erreichen hohe Geschwindigkeiten und transportieren oft giftige und/oder strahlende Partikel. Windhosen und Tornados sind häufig und verwüsten ganze Landstriche. Der Regen ist in vielen Teilen der Weiten Lande immer noch sauer und teilweise radioaktiv belastet.
Wetterphänomene stellen vor allem für Reisende und Karawanen ein Problem dar, und können das Reisen, selbst auf bekannten Routen zu einem gefährlichen und langwierigen Unterfangen werden lassen.

„Warum das zischt? Keine Ahnung. Hab ich gefunden.“
Über die Zeit ist viel Wissen verloren gegangen. Überall finden sich unter- und überirdisch Gegenstände und Hinterlassenschaften, die diesen Mangel an Wissen nicht verzeihen. Ob Minen, Bomben, Giftgasgranaten, kontaminierte Tanks oder leck gegangene Reaktoren – wer nicht über das entsprechende Wissen verfügt, bringt schnell sich und andere in Gefahr.

„Muss ich mich gleich entscheiden?“
In einer Zeit, in der große Interessengemeinschaften um die Vorherrschaft ringen, kann es immer wieder passieren das man in Intrigen oder gar offen ausgetragene Konflikte der Fraktionen gerät.